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Urlaub und
Partnervermittlung Strandleben in Salvador - Bahia
Ich bin glücklich! Ich bin
in Bahia, habe so prächtig gegessen und getrunken, dass der Bauch
spannt. In dieser euphorischen Stimmung habe ich gerade Dadá in den
Himmel gehoben, sie zur Göttin der bahianischen Küche erklärt, sie zur
Königin der Bahianas, der hiesigen Köchinnen ausgerufen. Dafür hat sie
mich mit diesem Lachen belohnt und zu ihrem Neger erklärt. Jetzt bin ich
auch noch stolz - Was für ein Nachmittag!
Tintenfisch- und
Krebssuppen, Acarajés - Bohnenmehlkroketten mit Krabben und
Caju-Erdnuss-Paste, Krebsfleisch mit Olivenöl und Limonensaft, Vinagrete
mit Oktopus. Das sind die Vorspeisen. Bananenmusklößchen, Maniokmehl mit
Kokos oder Dendéöl, Okra-Gemüse und Bohnen-Milch-Mus zählen als
Beilagen. Fisch im Sud, Meeresfrüchte als Risotto, Garnelen in
Manioksauce und Sarapatel. Der Eintopf aus Innereien ist heute das
einzige Hauptgericht der fleischlichen Art. Die bahianische Küche ist
eher an Meeresfrüchten orientiert.
Die UNESCO erklärte den
historischen Stadtkern der drittgrößten Stadt Brasiliens zum Weltkulturerbe
der Menschheit. Aber was besagte das schon, bei einem Land, dessen Image in
der Welt von Korruption und Selbstbedienungsmentalität seiner Politiker
geprägt ist. Niemand hätte damals geglaubt, was er heute mit eigenen Augen
besichtigen kann: In den mit Naturstein gepflasterten Gassen stehen Tische
von Straßencafés und Restaurants. An den warmen Abenden flanieren Touristen
aus aller Welt zwischen den pastellfarbigen, liebevoll restaurierten
Häusern. Die Vielfalt der Läden, Bars, Galerien und Restaurants hat
erstaunliches Niveau erreicht.
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Silhouetten. In der
anderen Richtung nach Itapoã schönt das Licht, taucht alles in warme
Farben, nimmt die Kontraste. Selbst die Plastikstühle und Tische vor den
schilffgedeckten Holzbaracken, rund wie in Afrika, tun nicht mehr weh.
Die Strandgänger, die sich noch nicht auf den Heimweg gemacht haben, frönen der Bewegungslust, die den Bahianern so eigen ist. Sie dehnen, recken und strecken sich, traben locker durch den Sand. Kleine Jungs üben Flickflack und Capoeira-Schritte im auslaufenden Wasser der Wellen. Ein Sänger gibt mit dem Rest seiner Stimme eine Liebesschnulze zum Besten. Dazu passend einige Liebespaare. Träge trinken sonnenverbrannte Strandgesellschaften ihr letztes Bier - estupidamente gelado - blödsinnig kalt muss es sein. Die buntbemalten Einbäume der Fischer liegen am Strand. Archaik in der 3,0-Millionenstadt. Ein paar Baracas weiter ist dagegen noch der Teufel los: Die Holzkohle glüht noch, ein ganzer Fisch brutzelt im heißen Öl. Auf dem Tisch stehen knallrote, gekochte Krebse, Venusmuscheln, Langusten. Die ganze Strandgesellschaft wiegt sich im Gesang. Ein Gruppe junger Männer mit Kongas, Tamburin und Gitarre machen die Musik zum Pagode. Mädchen in Bikinis steppen im Sand synchron ihre Choreographie. Ein schmerbäuchiger Alter mit rotgeränderten Augen verausgabt sich im Takt - Strandleben in Bahia: alle leben im Jetzt, morgen ist ein anderer Tag! So war es vor zehn Jahren, so ist es heute, so wird es immer sein. |
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